Süd-Frankreich: Sintflutartige Regenfälle und die Hunde von Brigitte Bardot


Anfang November gab es in Südfrankreich tagelang sintflutartige Regenfälle. Einige Orte werden evakuiert. Am Samstagmorgen, 05.11.2011, wird auch das Tierheim “de l’endre” am Ortsrand von LeMuy (Dept. Var) auf dringendes Anraten der Feuerwehr evakuiert. Unmittelbar daneben, Zaun an Zaun, gibt es ein Tierheim von Mme Betty Guiraud, in der sie viele Hunde der Fondation Brigitte Bardot in Pension hat.

 

Das Wasser steigt, es gibt keine trockene Hütte und keine trockene Stelle mehr in diesem Tierheim, die Hunde stehen dauerhaft im Wasser und sind den Wolkenbrüchen, die auch für die nächste Nacht angesagt sind, hilflos ausgeliefert. Einige der Hunde zeigen schon jetzt panische Angst.

  

Viele Leute kommen und bieten Hilfe an, die Hunde zu evakuieren. Betty Guiraud verbietet es. Die Leute fahren entsetzt und zornig mit leeren Fahrzeugen zurück. Zu diesem Zeitpunkt, Samstagnachmittag, hätte man alle Hunde gefahrlos in Sicherheit bringen können.

 

Am nächsten Morgen Hilferufe von weinenden Helferinnen, man möge so schnell wie möglich kommen und retten, was zu retten ist. Ob Betty Guiraud dies erlaubt oder nicht, fragt kein Mensch mehr, es geht um Leben und Tod. Die Autos müssen bereits 1 km vor dem Tierheim halten. Die Helferinnen stehen hüfthoch im Wasser und holen die Hunde aus den teilweise verschlossenen Zwingern. 

        

Die Hunde sind völlig durchweicht, die Pfoten sind aufgedunsen (seit 3 Tagen im Wasser), einige Hunde zeigen panische Angst, andere sind völlig apathisch, manche sind verletzt durch das Treibgut. So werden sie buchstäblich in letzter Sekunde in Sicherheit gebracht.

 

Und was geschieht dann ? Die Fondation Brigitte Bardot antwortet  noch nicht einmal auf Schreiben von Leuten, die Hunde gerettet haben. Kein Wort des Dankes an die Helfer, die unter Lebensgefahr die Hunde aus dem Wasser geholt haben. Fast 50 Hunde von knapp 300 Hunden unter der Fürsorge der Fondation sind leichtfertig in Lebensgefahr geraten, aber von den 50 Angestellten in Paris kommt niemand her, um den Zustand und die Unterbringung der Hunde zu prüfen und um die Wahrheit zu erkunden. Die Helferinnen werden von Betty Guiraud bedroht, sie würde sie wegen Hundediebstahl anzeigen.

 

Langsam begreifen wir, dass diese unverantwortliche Frau aus ihrer Sicht recht hat: Ihr wurden ihre Einnahmequellen gestohlen, von den Fluten und von den Helfern. An Tierschutz kein Gedanke. Und hier beginnt der zweite Skandal:

Viele dieser Hunde werden seit vielen Jahren weggesperrt und dienen anscheinend hauptsächlich dem Einkommen der Pensionsbetreiberin. Es gibt keine Öffnungszeiten, niemand soll die Hunde sehen, mögliche Adoptanten werden abgewimmelt mit den Worten “die Hunde sind hier in Pension”. 48 Hunde vegetieren ohne Familienanschluss vor sich hin, kein Strom, kein Wasseranschluß, keine Krankenstation, keine Bewachung, nur Futter gibt es reichlich. Betty Guiraud gibt ihnen keine Chance, noch mal ein glückliches Leben in einer Familie zu finden. Welch Sarkasmus !

 

Durch das unverantwortliche Tun der Pensionsleiterin sind die Hunde und ihr trauriges Schicksal nun in die Öffentlichkeit gerückt. Die ersten Spender begreifen, was hier mit ihren Spenden gemacht wird und rufen in Paris bei der Fondation an. Und schon kommt die telefonische Zusage, dass die Gastfamilien “ihre” Hunde adoptieren dürfen und auch ansonsten Adoptionen erleichtert werden sollen und zwar im direkten Kontakt mit der Fondation Brigitte Bardot. Betty Guiraud ist bereits wieder dabei, auf der gleichen Stelle ein Tierheim zu erstellen und hat bereits allen Rettern und Gastgebern mitgeteilt, dass sie die Hunde so schnell wie möglich in LKW’s zurückbringen lassen will. Es interessiert sie dabei nicht im geringsten, dass sie die traumatisierten Tiere an die Stelle zurückbringen wird, an denen sie 3 Tage lang in panischer Angst verbracht haben und beinahe ertrunken wären.

 

Wir müssen also die Zeit bis dahin nutzen, um der Fondation Brigitte Bardot Adoptanten nachzuweisen. Damit es keine Missverständnisse gibt und evtl. Adoptanten abgewimmelt werden, sollen alle Adoptionswünsche über folgenden Kontakt laufen:

Ingrid Belz – 0172-45 55 033 – email: ib@joshi2.dewww.joshi2.de.

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